Gefahren im Haushalt
Quelle: Katzenmagazin Katzen extra Ausgabe Nr. 10/Oktober 2001:
"Katzen sollten von Anfang an lernen, dass sie nicht an Topfpflanzen, Balkonblumen und Blumensträußen zu knabbern haben. Auch wenn viele Katzenhalter peinlichst darauf achten, keine Giftpflanzen im Wohnbereich der Stubentiger aufzustellen, kann es immer wieder vorkommen, dass doch eine toxische Pflanze den Weg in das Haus des Katzenhalters findet. Blumensträuße von Freunden, Neuzüchtungen und exotische Pflanzen, deren Giftigkeit hierzulande vielleicht noch gar nicht bekannt ist, können zu einer ernsthaften Gefahr für unsere Katzen werden. Blumensträuße sind besonders kritisch: Sie enthalten oft eine Vielzahl unterschiedlicher Blumensorten und werden mit dekorativem Grünzeug verschönert, das nicht selten giftig ist. (Das Gleiche gilt für mit Blattspray behandelte Blätter!!) Zudem werden viele Schnittblumen mit Chemikalien behandelt, damit sie länger frisch bleiben. Auch diese Stoffe gelangen beim Knabbern in den Katzenkörper. Sie können Übelkeit, Erbrechen, Durchfall sowie Leber- und Nierenschädigungen hervorrufen. Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, untersagt seiner Katze prinzipiell das Anfressen von Zierblumen." Auch andere Pflanzen, z.b. Tannenzweige können toxisch für Katzen sein! Wir haben für das Pflanzenproblem eine gute Lösung gefunden: unsere Topfpflanzen im Wohnzimmer sind aus Kunststoff! ;-) Sie sehen täuschend echt aus, brauchen keinerlei Pflege und verlieren keine Blätter. Die großen Kieselsteine im Topf wirken unattraktiv, sie als Katzenklo zu missbrauchen. Bekommen wir einen Blumenstrauß geschenkt, so steht er ganz oben im Wohnzimmerschrank oder auf einem Vertiko in 1,70 m Höhe. Dort lassen die Katzen ihn in Ruhe. Eine große Gefahr stellen folgende Elektrogeräte dar: heiße Herdplatten, Backöfen, Waschmaschinen und Trockner. Schauen Sie vor jeder Inbetriebnahme, ob sich nicht doch ein Tiger in den kuscheligen Frotteehandtüchern in der Waschmaschine versteckt hat. Gekippte Fenster können für viele Katzen zur tödlichen Falle werden, sie rutschen immer tiefer in den Spalt und sterben elendig an inneren Verletzungen. Bringen Sie einen Kippfensterschutz an, oder öffnen Sie die Fenster ganz mit einem stabilen Fliegengitter in einem Alurahmen angebracht. Auch Lüftung mit heruntergelassenen Rolläden (keinen Spalt unten lassen!) funktioniert im Sommer gut! Ungesicherte Balkone oder Brüstungen von Dachterrassen können zur Todesfalle werden, wenn Kätzchen einem Schmetterling oder Insekt nachjagdt und in die Tiefe stürzt. Einige Meter kann es noch überleben, aber ab dem 1. Stock ist das Risiko von schweren inneren Verletzungen und Brüchen schon sehr hoch. Sichern Sie herunter hängende Kabel (Telefon, Handy Ladegerät, Computer), diese bieten vor allem für Jungkatzen immer wieder Anreiz zum Spielen. Auch schmale Ritze hinter oder unter Schränken können für ein Kätzchen zur Falle werden. Ebenso offene Treppen, lernen Sie mit dem Kätzchen die Benutzung der Treppe, stopfen Sie offene Geländer im Obergeschoss notfalls einige Wochen mit einer Decke zu, damit der kleine Stubentiger den Umgang mit der Treppe beherrscht.